Switch off! Weg mit dem Nazisounddreck! http://switchoff.blogsport.de Wed, 01 Aug 2012 07:31:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Die Deutsche Eiche ist gefallen?! http://switchoff.blogsport.de/2012/07/29/die-deutsche-eiche-ist-gefallen/ http://switchoff.blogsport.de/2012/07/29/die-deutsche-eiche-ist-gefallen/#comments Sun, 29 Jul 2012 20:26:43 +0000 Administrator Allgemein http://switchoff.blogsport.de/2012/07/29/die-deutsche-eiche-ist-gefallen/ Wenn man den zahlreichen Gerüchten und Aussagen diverser Lokalpolitiker_innen aus Ostsachsen Glauben schenken darf, dann ist die Neonazi – Location „Deutsche Eiche“ in Geheege (Rothenburg bei Görlitz) geschlossen. Der Betreiber der Diskothek war bis zuletzt der Neonazi – Aktivist und ehemalige NPD – Stadtrat Steffen Hentschel. Er soll die Deutsche Eiche und auch seinen Bau – Betrieb durch wirtschaftliches Unvermögen selbst gefällt haben. Angeblich würde ein Insolvenzverfahren laufen. Über die Gründe kann man spekulieren. Seine Konzerte liefen bzgl. Zuschauerzahlen und der hohen Eintrittsgelder und Getränkepreise nicht so schlecht, dass man eine Insolvenz hätte erwarten können.

Dass es nun dazu gekommen ist, kann wohl als glückliche Fügung gesehen werden. Sowohl Kommunalpolitiker_innen, als auch die Bürger_innen haben sich in Rothenburg nicht gerade durch antifaschistisches Engagement hervorgetan. Statt mit klaren Aussagen und Taten, versuchte man bei Eröffnung der braunen Location mit deutsch-nationalen Sprüchen zu punkten, was die Neonazis vor Ort eher gefreut als behindert haben dürfte. Weiteres Engagement war dann kaum noch zu vernehmen. Über Absichtserklärungen kamen vereinzelte Initiativen vor Ort nie heraus.

Die Kampagne „Switch off“ wurde dann auch nicht von Menschen vor Ort getragen sondern fand ihren Ursprung in ostsächsischen Städten, mit aktiven Antifa – Strukturen. Die Umstände vor Ort haben unserer Ansicht nach aber auch keine andere Form der Intervention zugelassen, als „von Außen“ politischen Druck aufzubauen. So hatten in Rothenburg immer wieder sehr einflussreiche Vertreter der Kirche versucht Ängste vor dem Auftreten „linksextremer“ Gruppen zu schüren. Was für die Kirche „linksextrem“ sein soll, ist dabei weder definierbar noch nachvollziehbar. Vielleicht war es auch einfach die Angst davor, mit
Widersprüchen im eigenen Handeln konfrontiert zu werden.

Doch diesbezüglich muss auch selbstkritisch angemerkt werden, dass es lange Zeit gebraucht hat, die Kampagne ins Leben zu rufen und dass auch nicht intensiver versucht wurde Verbündete in Rothenburg zu finden, was evtl. trotz der negativen Interventionen der Kirche möglich gewesen wäre.

Wie geht es weiter?
In Ostsachsen gibt es noch mehr als genug Räume, die von Neonazis genutzt werden. Zuerst zu nennen wäre da die Immobilien des Helge Redeker am Stausee Quitzdorf (siehe z.B. DS – Pressefest) oder auch Immobilien in Ostritz, Görlitz und Zittau. Das heißt es gibt auch für die Neonazi – Szene immer noch Möglichkeiten sich im großen Stile zu vernetzen, zu organisieren und neue Anhänger zu gewinnen, denn ihnen stehen Räume zur Verfügung, wo sie dies tun können. Insofern werden wir mit unserer Kampagne weitermachen und andere braune Locations in den Blickpunkt rücken um den politischen Druck auf die rechte Szene in
Ostsachsen weiter zu erhöhen.

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Einschätzung zum Wochenende [Antifalausitz] http://switchoff.blogsport.de/2012/05/03/einschaetzung-zum-wochenende-antifalausitz/ http://switchoff.blogsport.de/2012/05/03/einschaetzung-zum-wochenende-antifalausitz/#comments Thu, 03 May 2012 06:50:51 +0000 Administrator Allgemein http://switchoff.blogsport.de/2012/05/03/einschaetzung-zum-wochenende-antifalausitz/ Görlitz
Am 28. April fand im Görlitzer Studentenclub „Basta“ eine Soliveranstaltung für die Kampagne „Switchoff! Weg mit dem Nazisounddreck!“ statt. 21:30 Uhr begann die Veranstaltung mit einem Vortrag, indem die Hintergründe und Ziele der Kampagne benannt wurden. Etwa 80 interessierte Menschen warten gekommen um sich zu informieren.
Das Ziel der jetzt gestarteten Kampagne wurde deutlich benannt. (1) „Wir werden über die nicht hinnehmbaren Zustände in Ostsachsen berichten. Den Normalisierungszustand aufbrechen, den öffentlichen Diskurs um das Nazisounddreckzentrum wieder beleben und aufrechterhalten und der Nazilocation „Zur Deutschen Eiche„ ein längst überfälliges Ende bereiten!“
In der Öffentlichkeit wollen die Menschen, die hinter der Aktion stecken, die Gesellschaft sensibilisieren, denn derartige Freiräume für Nazis dienen nicht nur der Vernetzung neonazistischer Gruppen, von denen es in Ostsachsen mehr als genug gibt, sie haben auch eine enorme finanzielle Bedeutung für die Strukturen vor Ort. Besorgniserregend ist aber auch die infrastrukturelle Unterstützung regionaler Betriebe wie Taxiunternehmen, die als Shuttle-Service dienen oder Getränkelieferanten, die seit Jahren nichts verwerfliches an der Unterstützung menschenverachtender Ideologien sehen.
Zum Hintergrund: Tief in der ostsächsischen Provinz, in Rothenburg O.L., hat sich seit mehreren Jahren eine der wichtigsten sächsischen Austragungsorte für Neonazi-Konzerte etabliert. . Außerdem stellt sie einen unbehelligten Rückzugsort für überregionalen, ja sogar internationalen Austausch neonazistischer Gruppen dar. Die ehemalige Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“ im Ortsteil Geheege.
Eigentümer und Betreiber der Location ist Steffen Hentschel. Er ist gleichzeitig, wenn auch weitgehend inaktiver, Stadtrat in Rothenburg O.L.. Ende 2011 trat er aufgrund interner Differenzen der NPD aus.

Im Anschluss der Kampagnenvorstellung gab es eine Versteigerung und ein Konzert mit „Sookee“ (2), bekannt für emanzipatorischen Rap aus Berlin und der bekannten Rostocker Band „Feine Sahne Fischfilet“ (3). Die Einnahmen daraus kamen umfänglich der Kampagne, die unter der Internetseite switchoff.blogsport.de zu finden ist, zugute. Ebenso wurden von der Antifa Lausitz 50 Euro für die Kampagne übergeben.

Bautzen
Selbstverständlich wurde bei der Vorstellung der die Kampagne „Switchoff! Weg mit dem Nazisounddreck!“ Flyer verteilt, die für die Teilnahme an den Aktivitäten gegen den geplanten NPD-Aufmarsch am 1.Mai im ostsächsischen Bautzen warben (4). Am 1.Mai will die extrem rechte Partei in Bautzen ihre ausländer- und europafeindliche Ideologie auf die Straße tragen.
Dagegen regt sich breiter Widerstand. „Erfreut nehmen wir die Initiative von Gewerkschaften und weiteren Akteuren zur Kenntnis, dies nicht unwidersprochen hinzunehmen.“, so Marcel Renner, Sprecher der Antifa Lausitz. So sind mehrere Kundgebungsplätze ab 09 Uhr um den Bautzener Bahnhof angemeldet und mittlerweile durch die Versammlungsbehörde genehmigt.

Die Versammlungsbehörde
Kritik an der Versammlungsbehörde des Landkreises Bautzen übt sogar die Polizei. Gesicherten Informationen zur Folge ist nach einem führenden Beamten „der Auflagenbescheid für die NPD-Demonstration mager.“ Antifaschist_innen, denen die Versammlungsbehörde spätestens seit der Demonstration anlässlich des 20.Jahrestages der rassistischen Pogrome in Hoyerswerda bekannt. Damals musste der Veranstalter erst juristische Mittel ausschöpfen, um die Demonstration wir gewünscht durchzuführen. ( http://pogrom91.tumblr.com/post/18091037165/juristischer-erfolg-fuer-die-initiative-pogrom-91)

So verwunderte es auch nicht, dass die Auflagenbescheide erst am 27.April bei einigen Anmelder_innen eintrafen. Dies, obwohl Kundgebungen bereits Anfang April angemeldet wurden. Die Auflagen werden mit einer Gefahrenprognose begründet. So wird angenommen, dass die Kundgebung eine Gegenreaktion auf die NPD-Demonstration sind und „erhebliches Konfliktpotential“ beinhalten. Soviel Sachverstand haben wir dieser Behörde gar nicht zugetraut. Enttäuschen wollen wir sie auf keinen Fall, Ziel ist es, den Naziaufmarsch zu be- und im besten Fall zu verhindern.

Nach Information des Antifa Rechercheteam Ostsachsen will mindestens eine Anmelder_in einer Anti-Nazi-Kundgebung juristisch gegen den Auflagenbescheid vorgehen.

verhängte Auflagen:
Alkoholverbot, Seitentransparente max. 3 Meter lang, Fahnenstangen max. 1,50m lang

Die polizeilichen Einsatzkräfte
Mehrere Hundertschaften werden an dem Tag vor Ort sein. Sicher ist, dass auch schon erhebliche Polizeikräfte in der Nacht vom 30.April zum 1.Mai in Bautzen sind. Schließlich liefen vor einem Jahr Nazis mit Fackeln durch die Stadt und beklagten sich über den „Volkstod“.

Es wird an dem Engagement aller antifaschistisch eingestellter Menschen liegen, ob die NPD in Bautzen marschieren kann. In Leipzig und Dresden wurde öfters gezeigt, was effektiv dagegen getan werden kann.

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Stuff [Update] http://switchoff.blogsport.de/2012/04/03/stuff/ http://switchoff.blogsport.de/2012/04/03/stuff/#comments Tue, 03 Apr 2012 06:34:53 +0000 Administrator Allgemein http://switchoff.blogsport.de/2012/04/03/stuff/
Ab jetzt könnt ihr bei uns Material zur Kampagne bestellen. Schreibt uns dazu einfach eine Email mit der gewünschten Menge an Flyern, Stickern und Plakaten. Natürlich könnt ihr euch auch am 28.4 im Basta / Görlitz mit Material eindecken!

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Worum gehts ? Kurze Einleitung zur Kampagne. http://switchoff.blogsport.de/2012/03/29/worum-gehts-kurze-einleitung-zur-kampagne/ http://switchoff.blogsport.de/2012/03/29/worum-gehts-kurze-einleitung-zur-kampagne/#comments Thu, 29 Mar 2012 08:00:30 +0000 Administrator Allgemein http://switchoff.blogsport.de/2012/03/29/worum-gehts-kurze-einleitung-zur-kampagne/ Seit mittlerweile 3 Jahren finden im ostsächsichen Geheege (Stadt Rothenburg) regelmäßig neonazistische Konzerte statt.
Die ehemalige Dorfdisko „Zur Deutschen Eiche“ dient dabei als Veranstaltungsort und Treffpunkt regionaler und überregionaler Nazis. Betrieben wird sie von Steffen Hentschel, der bis Dezember 2011 NPD-Mitglied war, die Partei aufgrund interner Differenzen aber verlassen hat. Er hat es geschafft in Ostsachsen einen der wichtigsten bundesweiten Anlaufpunkte für Nazis aller Couleur zu etablieren. So fanden ab Frühling 2009 mindestens 40 Konzerte statt , die Besucher_innenzahl schwankt dabei zwischen 80 bei kleineren Liedermacherabenden und 1400 Nazis bei rechten Großveranstaltungen, wie am 12.11.2011, als die Neonazigröße Lunikoff mit seiner Band ein Solidaritätskonzert für den verurteilten SS-Kriegsverbrecher Erich Priebke gab.
Solche Veranstaltungen dienen nicht nur der Vernetzung neonazistischer Gruppen, von denen es in Ostsachsen mehr als genug gibt, sie haben auch eine enorme finanzielle Bedeutung für die Strukturen vor Ort. Besorgnis-erregend ist aber auch die infrastrukturelle Unterstützung regionaler Betriebe wie Taxiunternehmen, die als Shuttleservice dienen oder Getränkelieferanten, die seit Jahren nichts verwerfliches an der Unterstützung menschenverachtender Ideologien sehen.
Pünktlich zum 3-Jährigen bestehen hat sich die Kampagne „Switch Off – Weg mit dem Nazisounddreck„ gegründet, um über die nicht hinnehmbaren Zustände in Ostsachsen zu berichten und der Nazilocation „Zur Deutschen Eiche„ ein längst überfälliges Ende zu bereiten!

Wir fordern ein Ende des kollektiven Bagatellisierens neonazistischer Umtriebe in Ostsachsen und sagen, die „Deutsche Eiche“ ist fällig!

>Switch Off! Weg mit dem Nazisounddreck!<

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Soliparty http://switchoff.blogsport.de/2012/03/01/erster-eintrag/ http://switchoff.blogsport.de/2012/03/01/erster-eintrag/#comments Thu, 01 Mar 2012 11:04:37 +0000 Administrator Allgemein http://switchoff.blogsport.de/2012/03/01/erster-eintrag/

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